Home Nach oben privacy policy download 

Ringelröteln 
Dr. med. Jürg Beriger, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Lostorf

Scharlach Dreitagefieber Mumps Masern Röteln Windpocken Ringelröteln

Abb. Ringelröteln

 

 

 

Ringelröteln

Erkrankung durch Viren (Parvovirus B 19)

Hinterlässt Immunität

 

Die Ringelröteln (Erythema infectiosum) tritt in kleinen Epidemien auf. Sie ist eine relativ seltene Kinderkrankheit mit Ausschlag und nur minimalen Krankheitssymptomen. Übertragung durch Tröpfchen. Vorkommen gehäuft im Schulalter. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten des Ausschlages beträgt ca. 18 Tage. Andere Personen können während den 10 Tagen vor Auftreten des Ausschlages angesteckt werden.

 

Krankheitsverlauf:

nach oben

Manchmal kommt es 1 Wo nach der Ansteckung zu Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. 3 Wochen nach der Ansteckung äussert sich die Erkrankung anfänglich in einem stark geröteten Ausschlag mit drei Hauptlokalisationen: schmetterlingsförmig im Gesicht, an den Streckseiten der Extremitäten und des am Rumpf. Der Ausschlag in Form von girlandenförmigen Hautflecken blasst ab und tritt wieder auf und verschwindet nach 1-3 Wochen wieder, evtl. begleitet von Juckreiz und etwas Fieber, Schnupfen/Schluckschmerzen oder Gelenkschmerzen.

 

Beschwerden:

nach oben
  • Oft nur Ausschlag
  • evtl. Juckreiz, Schnupfen/Schluckschmerzen
  • leichtes Fieber

Ansteckung:

nach oben

Während zwei Wochen vor  Ausbruch des Ausschlages ist man für die Umgebung ansteckend. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen.

 

Komplikationen:

nach oben

 

  • Gelenksentzündungen (Arthritis)
  • Blutarmut (aplastische Anämie, hämolytische Anämie)
  • Bei Infektion während der Schwangerschaft: Gefahr einer behandlungsbedürftigen Blutarmut des ungeborenen Kindes

Sehr selten verursachen die Viren Gelenksentzündungen, aplastische Krisen bei chronischen hämolytischen Anämien (starke Blutarmut durch mangelnde Bildung von roten und weissen Blutkörperchen oder durch vorzeitigen Zerfall der roten Blutkörperchen)

Infektion während der Schwangerschaft: Bei Verdacht auf eine Infektion im Mutterleib kann der Ringelrötelnvirus und die Bestimmung der IgM-Antikörper im fetalen Blut ab der 20. Schwangerschaftswoche erfolgen. Bei fehlendem Erregernachweis kann eine embryonale oder fetale Infektion ausgeschlossen werden.

Die fetale Infektion mit Parvovirus B 19 (Ringelröteln) führt zu einer vorübergehenden aplastischen Anämie (Blutarmut des ungeborenen Kindes), welche mit intrauterinen, intravasalen Bluttransfusionen behandelt werden kann.

 

Impfung:

nach oben

Keine Impfung

 

Behandlung zu Hause:

nach oben
  • Symptomatische Therapie gegen Fieber
  • keine spezifischen Massnahmen
  • Keine Isolation, da nach Ausbruch des Ausschlages bereits nicht mehr ansteckend

 

zum Arzt:

nach oben

sofort zum Arzt bei einem der unten nachfolgenden Zustände

  • Krämpfe, Schläfrigkeit oder Apathie, schlechtes Aussehen, Reizbarkeit, Berührungsempfindlichkeit, rote Hautflecken, die auf Druck nicht verschwinden (Hinweis auf Hautblutung)
  • Sehr hohes Fieber: 41° Celsius oder mehr
  • Deutliche Austrocknung
    (Durst, trockene Schleimhäute, Tränen und Urin vermindert)
  • Fieberdauer länger als zwei bis drei Tage
  • Fieber während der ersten zwei Lebensmonate
  • Wenn eine Vorkrankheit besteht, bei der Fieber sofort abgeklärt werden muss, z.B. Abwehrschwäche, Krebskrankheit oder Unterernährung

 

Home ] Nach oben ] Abb. Ringelröteln ]