Home Nach oben privacy policy download 

Heuschnupfen 
Dr. med. Jürg Beriger, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Lostorf

Kinderkrankheiten Fieber im Kindesalter Krankheiten CPR Wiederbelebung Läuse Heuschnupfen

 

 

Heuschnupfen

Ursachen, Erscheinungsformen, Massnahmen

Alle Jahre wieder eine lästige Sache...


 

Über 20% der Bevölkerung leidet unter allergischen Symptomen und die Tendenz ist weiterhin steigend. Allergien treten normalerweise erstmals im Kindesalter auf. Die Symptome können sich mit zunehmendem Alter ändern. Menschen mit Heuschnupfen haben ein hohes Risiko, auch Asthmatiker zu sein oder zu werden.

 

Symptome:

 
  • Kratzen im Hals
  • laufende Nase
  • lästiges Niesen
  • juckende Augen
  • Husten
  • Atembeschwerden
  • Hautausschläge

 

 

Ursache:

 
Das Immunsystem reagiert überempfindlich auf Pollen in der Luft, die sich auf den Schleimhäuten der Nase und der Bronchien ablagern. Diese Überreaktion führt zu einer entzündlichen Reaktion der Schleimhäute mit entsprechenden Symptomen.  
   

Richtiges Verhalten hilft Symptome zu lindern:

nach oben
  • Haare abends waschen
  • Aufbewahren und ausziehen der Tageskleidung ausserhalb des Schlafzimmers
  • Beim Lüfte Pollenflug beachten: Pollenbulletin der SMA
    • ländliche Gegend: hohe Pollenkonzentrationen am Morgen, geringer am Abend
    • städtische Agglomeration: geringe Konzentration am Morgen, stark am Abend
  • Fenster zum Schlafen schliessen
  • Im Freien Sonnenbrille mit Seitenschutz tragen
  • Im Auto Fenster nicht öffnen.

 

 

Therapie

nach oben
   
  • Medikamente
    • Sinnvoll ist es, bereits ein bis zwei Wochen vor dem erwarteten Pollenflug  Medikamente, sowohl von der Schulmedizin als auch von der Ergänzungs- oder Komplementärmedizin, einzusetzen, damit diese ihre Wirkung voll entfalten können.
    • Bei ausgeprägten Symptomen mit massivem Schnupfen oder Asthma können neben sogenannten Antihistaminika auch kortisonhaltige Nasensprays oder Inhalationen notwendig werden. Diese neuen, nur lokal am Ort des Geschehens wirkenden Kortisonpräparate belasten den Körper nicht, wie leider allzu oft befürchtet wird. Bei Asthmatikern können sie im Gegenteil Leben retten.
      Die Angst vor den Kortisonpräparaten blieb in der Bevölkerung verwurzelt durch die früher gängige Behandlung mit Tabletten oder regelmässige Spritzen. Diese Behandlung zeigte eine Ganzkörperwirkung mit entsprechenden negativen Effekten auf die Knochen, die Haut und den Stoffwechsel. Diese negativen Effekte sind durch die neuen Medikamente nicht mehr zu befürchten.
  • Spritzenkur (Desensibilisierung)
    • Wenn  eine Abklärung mittels Hauttestung oder Blutuntersuchung zusammen mit den entsprechenden Symptomen ergibt, dass eine Allergie auf bestimmte Blütenpollen vorliegt, kann eine Desensibilisierung innert ein bis 3 Jahren den Heuschnupfen zum Verschwinden bringen. Dabei wird der Körper durch regelmässige Spritzen unter die Haut langsam an die Pollen gewöhnt, so dass in der Heuschnupfen-Saison die Symptome nicht mehr oder gemildert auftreten.
      Am meisten Erfolg zeigt diese Behandlung bei Personen, die nur auf eine Art von Blütenpollen (z.B. Birke) reagieren.
 

Home ] Nach oben ]