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Die Grippeepidemie beginnt meist im Dezember und dauert 10 bis 12 Wochen. In den letzten Jahren hat sich die Grippewelle immer mehr in Richtung Frühjahr verschoben. Durchschnittlich sind 100'000 bis 230'000 Menschen jedes Jahr davon betroffen. Etwa 800, meist über 65jährig sterben daran.
Die Erkrankung beginnt plötzlich mit rascher Verschlechterung des Wohlbefindens innert weniger Stunden. Der ganze Körper wird durch die Grippe beeinträchtig. Typische Symptome sind:
Die Krankheitsdauer beträgt eine ganze Woche. Zudem ist das Wohlbefinden auch in der Erholungsphase von weiteren 1-2 Wochen beeinträchtigt. Häufig kommt es zu Komplikationen, die durch Bakterien verursacht werden, welche sich auf den vorgeschädigten Schleimhäuten gut vermehren können:
Vermeiden Sie den direkten Kontakt zu hustenden und niesenden
Personen.
Seit Herbst 1999 stehen nun erstmals Medikamente zur Verfügung, die die Vermehrung der Viren im Körper hemmen. Sie müssen möglichst bald (innerhalb 36 Stunden) nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen eingenommen werden, um den Krankheitsverlauf der Grippe zu stoppen.
Trotz neuen Medikamenten zur Behandlung der Grippe bleibt die Impfung die Massnahme erster Wahl. Sie schützt während 6 Monaten und deckt damit die ganze Grippesaison ab. Die heutige Grippeimpfung ist gut verträglich, schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Mildere lokale Reaktionen in Form von Schwellung, Rötung und Schmerzen kommen vor, bilden sich aber von selbst in kurzer Zeit zurück. Die immer wieder hörbare Meinung, dass eine Grippeimpfung die Grippe selbst auslösen kann ist falsch.
Empfohlen wird sie bei allen über 65jährigen und bei folgenden Risikogruppen:
Besonders wichtig ist die Impfung bei Bewohnern von Pflege- und Altersheimen, da sich hier das Virus besonders leicht ausbreiten kann.
Im Durchschnitt erreicht man bei jüngeren Erwachsenen einen Impfschutz von 80%. Bei über 65jährigen ist mit einem Schutz von 40 bis 60% zu rechnen. Die Schutzwirkung der Grippeimpfung ist ungenügend, wenn plötzlich neue Grippevirenstämme auftreten.
Quelle: ARS MEDICI 19/99, MT Nr. 35/1999 |